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ANALOGE FOTOGRAFIE

Projektwoche an der Kurt-Schwitters-Schule

Von Ada Fischer, Jo Martingell, Kaya Pagel, Anna de Riese

Inhalt und Zielsetzung
Das Projekt fand im Rahmen der Projektwoche an unserer Schule statt.
Projektwoche bedeutet bei uns, dass wir die Möglichkeit haben für unsere
MitschülerInnen, zu einem Thema, das uns interessiert Projekte anzubieten. Wir
dürfen uns dabei die Zeit frei einteilen und entscheiden, was wir erkunden,
ausprobieren und unseren TeilnehmerInnen vermitteln möchten.
Weil wir uns alle vier sehr für Fotografie interessieren und auch schon einige
praktische Erfahrungen damit gesammelt haben, haben wir uns dazu
entschlossen in diesem Jahr selbst ein Projekt zu diesem Thema anzubieten.
Unsere Idee war es, verschiedene Orte in Berlin mit analogen Kameras zu
fotografieren und anschließend die Filme in der Dunkelkammer der Schule
selbst zu entwickeln. Wo wir fotografieren und wie wir die einzelnen Tage
gestalten, haben wir uns im Vorhinein nicht überlegt, sondern haben uns auf die
Ideen und Vorschläge der TeilnehmerInnen gefreut.
Als Ziel haben wir uns gesetzt, als Gruppe das breite Spektrum der analogen
Fotografie zu erkunden und das Interesse dafür bei unseren MitschülerInnen zu
wecken. Wir wollten allen die Möglichkeit geben mit den Kameras und in der
Dunkelkammer zu Experimentieren und sich kreativ auszutoben. Außerdem
wollten wir Technische Kenntnisse weitergeben und
Vertiefen, zum Beispiel wie man mit einer analogen Kamera fotogarfiert, wie man
Filme im Labor entwickelt, belichtet und vergrößert. Wir wollten unsere
MitschülerInnen auf dem Weg begleiten, unterstützen und selbst auch noch viel
dazulernen.

Planung und Ablauf
In der letzten Woche vor den Sommerferien fand unser Projekt statt. Innerhalb
dieser Zeit haben wir praktische Erfahrungen mit der analogen Fotografie
gesammelt und uns ausprobiert. Alle Teilnehmenden, insgesamt waren wir 16,
haben eine analoge Kamera zur Verfügung gestellt bekommen oder selbst
mitgebracht, mit der sie sich am ersten Tag (Montag) bekannt machen konnten.
Gemeinsam haben wir über die Funktionen der einzelnen Knöpfe gesprochen

und die Filme eingelegt. Am Montagnachmittag und am Dienstag haben wir die
Zeit zum Fotografieren genutzt, erst in der Umgebung unserer Schule und dann
im Bergmannkiez in Kreuzberg, um schließlich am Mittwochmorgen die Filme in
der Dunkelkammer aufzuspulen, zu entwickeln und im Anschluss zu trocknen.
Damit die Teilnehmenden den Entwicklungsprozess auf dem Fotopapier
ausprobieren und sich einen Überblick über ihre Fotos machen konnten, haben
am Mittwochnachmittag alle einen Kontaktabzug von ihrem Film angefertigt.
Die ersten Abzüge der Bilder haben wir am Donnerstag gemacht. Hierfür wurden
alle TeilnehmerInnen in kleine Gruppen eingeteilt und konnten mit der Hilfe von
einer Lehrkraft und von uns an den Vergrößerungsapparaten ihre Fotos belichten
und das Entwickeln und Fixieren selbstständig durchführen. Das war uns
besonders wichtig, weil dadurch die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten sich
auf ihre Fotos zu konzentrieren, mit Belichtungszeit und Abstand zu
experimentieren und aus ihren Fehlern zu lernen.
Beim Sommerfest am Freitag wurden die Ergebnisse ausgestellt und wir haben
uns am Stand abgewechselt, damit immer jemand da war, der/die Interessierten
etwas zum Prozess erklären konnte.
Während der gesamten Woche wurden wir insbesondere von den zwei
begleitenden Lehrkräften Herr Leukert und Frau Pacheco sowie vom Fotografen
Thomas Funke unterstützt. Sie haben nicht nur als Aufsichtspersonen geholfen,
sondern auch mit ihrem Fachwissen und ihrer persönlichen Erfahrung zu den
guten Ergebnissen beigetragen.

Ergebnisse des Projektes
Im Zuge des Projektes Analoge Fotografie konnten alle Teilnehmer einen Film
entwickeln und Abzüge ihrer Fotos machen. Somit haben alle etwas über den
Umgang mit den analogen Kameras und die Abläufe der Filmbelichtung und
Vergrößerung gelernt. Es sind viele gelungene und kreative Fotos entstanden,
welche bei dem Sommerfest unserer Schule ausgestellt wurden. Die Teilnehmer
konnten anschließend ihre Bilder mitnehmen.
Die Organisation des Projektes ist überwiegend gut verlaufen und die Teilnehmer
hatten viel Freiraum beim Fotografieren. Die Leitung des Projekts hat uns viel
Freude bereitet und wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen, zudem hat es
uns begeistert, wie viel Interesse die Teilnehmer gezeigt haben. Ein Problem bei
der Planung war die begrenzte Zeit, da die Fotoentwicklung ein aufwendiger
Prozess ist und der Platz in der Dunkelkammer gering war. Um allen die Chance
zu geben, selbstständig und in Ruhe zu arbeiten, haben wir die Teilnehmenden in
kleine Gruppen aufgeteilt, in denen sie in der Dunkelkammer arbeiten konnten.

Insgesamt war das Projekt sehr erfolgreich und wir haben selbst viel Neues
gelernt. Zum einen in Bezug auf die Technik der Fotoentwicklung selbst und zum
anderen in Bezug auf die Planung und Leitung eines Projektes. Wir haben
mitgenommen, wie wichtig gute Kommunikation ist und dass es sich lohnt auf
verschiedene Vorschläge einzugehen.