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Heimsuche

Im Rahmen unseres Projekts ist es uns gelungen, unser Hauptziel – die Schaffung eines eigenen Stammesheims – in die politische Diskussion einzubringen und auf die Agenda der Bezirksverordnetenversammlung zu setzen. Unser Bürgerantrag wurde an den Jugendhilfe- und den Finanzausschuss weitergeleitet und wird dort derzeit beraten. Damit haben wir einen wichtigen Schritt geschafft: Das Thema ist nun offiziell Teil der politischen Entscheidungsprozesse.

Gleichzeitig haben wir durch umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit viel Aufmerksamkeit erzeugt. Mit einer gut aufbereiteten Broschüre und einer zielgerichteten Social-Media-Kampagne – inklusive Videobeiträgen – konnten wir viele Menschen erreichen, Unterstützer:innen gewinnen und deutlich machen, wie wichtig eigene Räume für die Jugendarbeit sind.

Besonders erfreulich ist die zivilgesellschaftliche Bewegung, die das Projekt ausgelöst hat. Es hat sich eine engagierte Eltern-AG gebildet, die aktiv bei der Raumsuche hilft. Außerdem wurde die Gründung eines Fördervereins angestoßen. Diese Strukturen stärken unser Projekt langfristig – auch über den eigentlichen Projektzeitraum hinaus.

Insgesamt bewerten wir die bisherigen Ergebnisse als teilerfolgreich. Zwar haben wir noch keine konkrete Zusage für einen Raum erhalten, doch wir konnten unser Anliegen sichtbar machen, politische Prozesse anstoßen und breite Unterstützung aufbauen. Besonders positiv ist die entstandene Dynamik innerhalb unseres Stammes – durch die Eltern-AG und den entstehenden Förderverein. Etwas enttäuschend war hingegen, dass die anfängliche politische Unterstützung im Laufe des Projekts nachgelassen hat und bisher keine weiteren konkreten Schritte erfolgt sind. Dennoch sehen wir die bisherige Arbeit als wichtigen Zwischenschritt: Wir haben Strukturen geschaffen, Aufmerksamkeit gewonnen und eine gute Basis gelegt, um weiterzumachen.

Zu den größten Herausforderungen gehörte, dass das politische Interesse mit der Zeit nachließ und es bislang keine feste Raumlösung gibt. Auch die begrenzten ehrenamtlichen Ressourcen und die oft komplizierten Abläufe in der Verwaltung waren nicht leicht zu bewältigen. Um damit umzugehen, haben wir den Kontakt zur Politik aufrechterhalten, regelmäßig Öffentlichkeitsarbeit gemacht und mit der Eltern-AG zusätzliche Unterstützung für die Raumsuche mobilisiert.

Dabei haben wir viel gelernt: Wir konnten unsere Fähigkeiten verbessern, politische Anliegen überzeugend zu vertreten, und haben verstanden, wie wichtig es ist, über längere Zeit hinweg präsent zu bleiben, um Bewegung in politische Prozesse zu bringen. Außerdem haben wir erkannt, wie entscheidend stabile zivilgesellschaftliche Strukturen sind, um ein Projekt langfristig abzusichern.