


RapIt – Visual Die Idee für ‚RapIt – Visual‘ ist aus dem musikkulturellen Projekt ‚RapIt‘ entstanden. Seit 4 Jahren kooperieren bei diesem Projekt Jugendkulturzentren, Jugendfreizeiteinrichtungen, und KünstlerInnen in dem Bezirk Pankow. Ziel von ‚RapIt‘ war die Vernetzung untereinander, das Aufzeigen der Möglichkeiten kultureller Bildung für Jugendliche und das Durchführen von Workshops und Konzerten. Dies ist erfolgreich geschehen und das Projekt ist fester Bestandteil der Kulturarbeit von und für Jugendliche in Pankow und darüber hinaus. ‚RapIt – Visual‘ ist ein neues Projekt, dass die entstandene Musik um die visuelle Ebene erweitert. Die audiovisuelle Gestaltung von Musikvideos eröffnet den Jugendlichen einen neuen Aspekt der kulturellen Bildung und Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Das neue Projekt ‚RapIt – Visual‘ ist der logische nächste Schritt nach der erfolgreichen Etablierung von ‚RapIt‘.
Bei ‚RapIt – Visual‘ bieten wir Jugendlichen, die ihre eigene Musik verwirklicht haben, die Gelegenheit, in die Welt der Musikvideoproduktion einzutauchen. Das Ziel ist es, ihnen eine umfassende und praktische Erfahrung zu bieten, die den gesamten Produktionszyklus umfasst – von der Ideenfindung und dem Storyboarding über die Dreharbeiten bis hin zum Schnitt. Dabei wird ihnen die Freiheit gegeben, eigene ästhetische und kreative Entscheidungen zu treffen. Obwohl der Fokus hauptsächlich auf der Arbeit vor der Kamera liegt, werden die Jugendlichen auch hinter den Kulissen aktiv sein. Sie erhalten Einblicke in die verschiedenen Aspekte der Videoproduktion, einschließlich der Bedienung der Kamera und Grundlagen des Videoschnitts. Musikvideos, insbesondere im Rap-Genre, erfordern Energie und Kreativität, aber auch ein Gefühl dafür, was gerade der Strom der Zeit ist. Der Workshop bietet eine Plattform, um diese Elemente zu erforschen und zu entwickeln. Durch die Kombination von Musik und Filmemachen bietet dieser Workshop eine umfassende Einführung in die Welt der kreativen Medienproduktion, die die Jugendlichen inspirieren und befähigen wird, ihre künstlerischen Visionen zu verwirklichen. Die Stadt und ihre Kieze sind dabei die Bühne für die Teilnehmenden. Der Stadtraum wird temporär zur Spielfläche der Akteure. Die Nutzung öffentlicher Räume als Bühne führt zwangsläufig auch zu einer Auseinandersetzung mit der Nachbarschaft – und umgekehrt.
Umsetzung
In einem Plenum haben die Jugendlichen sich abgestimmt wer an welchem Datum ein Video mit wem gemeinsam gestalten möchte.
In den Wochen davor wurde innerhalb der regelmäßigen Angebote der Jugendklubs gemeinsam an der Musik gearbeitet, die im Projekt visuell unterfüttert werden soll.
Dabei haben die jungen Menschen gelernt, mit den vorhandenen Ressourcen im Kiez und im Klub zu arbeiten und zu verbalisieren, was sie für Emotionen in ihren Songs rüberbringen möchten.
Im vorhinein wurde sich auf Locations geeinigt, sowohl In- als auch Outdoor. Jeder Dreh wurde von mindestens einem Pädagogen und einem Experten begleitet.
Der Experte war für die visuelle Umsetzung und die Begleitung des Drehs zuständig. Ziel war es, dass die Jugendlichen lernen, was alles dazugehört ein Musikvideo zu planen und umzusetzen und wie man mit eventuellen Hürden bei der praktischen Umsetzung der Vorstellungen produktiv umgehen kann.
Insgesamt sind 3 Musikvideos entstanden, eins ist in Planung. Die Videos werden am 30.11. bei einer Abschlussveranstaltung mit Live – Performances öffentlich gezeigt und falls gewünscht von den Jugendlichen veröffentlicht.