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Jungs*Raum

  1. Unsere Idee

Wir, eine Gruppe mehrerer Kinder und Jugendlichen aus der Geflüchtetenunterkunft Wolfgang-
Heinz-Straße in Berlin-Buch, wünschen uns einen Jungenraum – also einen Raum, in dem wir in der

Unterkunft einfach nur für uns und unter uns sein dürfen. Die Idee unseres Raumes wird im Projekt
„Kinder- und Jugendrat“ gefördert und umgesetzt. Dieses findet wöchentlich in unserer Unterkunft
statt und hier lernen wir in Kooperation und Konsensorientierung eigene Ideen umzusetzen und als
Gemeinschaft über diese zu entscheiden.
Von der Jugendjury werden wir gefördert, um in die Ausstattung unseres zukünftigen Jungenraumes
zu investieren.

  1. Umsetzungshindernisse
    Als wir unsere Idee vor der Jugendjury umwarben, konnten wir bereits einen Raum in unserer
    Unterkunft präsentieren, der uns zuvor für die Umsetzung unserer Idee vom Unterkunftspersonal
    zugewiesen wurde.
    Ebendieser Raum wurde jedoch, zeitgleich mit dem Erhalt des Geldes von der Jugendjury, ganz
    plötzlich vom Unterkunftspersonal wieder geschlossen. Grund dafür war Randale im Raum durch
    andere Jungen, wodurch das Vertrauensverhältnis zwischen dem Personal und den Kindern und Jugendlichen der Unterkunft stark litt. Leider passierte die Schließung ohne uns Jungen vorher über
    diesen Beschluss zu informieren und im Sinne der Kinder und Jugendpartizipation war dieser
    rigorose Schritt des Personals ein herber Rückschlag für unsere Motivation und Vision einen
    „Jungenraum“ umzusetzen. In dieser Phase hatten wir Sorgen, das all unsere Bemühungen vor der
    Jugendjury umsonst gewesen wären.
  2. Unsere Lösungsansätze
    Mit Unterstützung des „Kinder- und Jugendrat“-Teams begannen wir aufzuarbeiten, wie unserer
    Jungenraum mit besserer Vorausplanung wieder geöffnet werden könnte. Zusammen:
    …verbrachten wir mehrere Stunden damit, uns mit den Perspektiven der verschiedenen
    Interessensgruppen innerhalb der Unterkunft (Leitung, Security, Erwachsene, Eltern, etc)
    auseinanderzusetzen.
    …hielten wir auf Plakaten unsere Ideen fest, was wir als Kinder und Jugendlichen selbst dazu
    beitragen könnten, damit der Jungenraum nochmal neu und besser starten könne. Das heißt wir
    stellten Regeln auf.
    …setzen wir uns zweimal offiziell mit der Unterkunftsleitung und noch öfter mit der
    Kinderbetreuerin zusammen, um unsere Wünsche und Bedürfnisse auf einen Nenner zu bringen
    und die Regeln festzusetzen.
    …wir sammelten weitere Wünsche, wie der Jungenraum noch besser ausgestattet werden
    könnte, z.B. mit Schallschutzvorrichtungen und noch mehr gemütlichen Elementen.
    …wir waren mit einigen Kindern schon im Möbelhaus und haben unsere Einkaufsliste erweitert.
  3. Aktueller Stand
    Gestern hat uns die Leitung der Unterkunft Regeln für unseren Jungenraum vorgelegt, die wir
    jetzt nochmal anschauen und ergänzen dürfen. Danach wird der Raum ab Ende Dezember
    wieder für uns geöffnet. Wir freuen uns sehr, den Raum dann endlich mit dem Geld der
    Jugendjury nach unseren Vorstellungen gestalten und einrichten zu können. Und wir danken
    euch nochmal für die Unterstützung unseres Projektes!